Der Park Babelsberg breitet sich wie ein grünes Theater über den Havelhängen am Tiefen See aus, wo Schloss und Flatowturm die Kulisse bilden. Zwischen weiten Sichtachsen, alten Bäumen und spielerischen Staffagebauten entfaltet sich die Handschrift von Lenné und Pückler.
Nordöstlich von Brandenburg an der Havel erstreckt sich die Beetzsee-Rinne, eine Kette glasklarer Seen, die während der letzten Eiszeit entstanden sind. Je weiter man nach Nordosten vordringt, desto ursprünglicher und natürlicher wird die Landschaft. Kleine Orte wie Lünow, Ketzür und Päwesin laden zu entspannten Erkundungen ein – sei es per Rad, zu Fuß oder auf dem Wasser.
Die Bornimer Feldflur verbindet landwirtschaftliche Tradition mit landschaftlicher Schönheit. Ursprünglich unter Lenné und Hermann Sello geplant, prägen heute Alleen, Hecken und offene Ackerflächen das Bild dieser Kulturlandschaft. Zwischen dem Fahrlander See und dem Katharinenholz bietet sie weite Blicke und lädt zu ausgedehnten Spaziergängen ein.
Die Eisenbahnersiedlung in Elstal wurde ab 1919 für die Beschäftigten des Rangierbahnhofs Wustermark gebaut – seinerzeit einer der größten in Deutschland. Sie greift die Reformideen der Gartenstadtbewegung auf und ist heute Teil eines Mosaiks von Siedlungen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Elstal.
Das Ferbitzer Bruch ist ein weitläufiges Feuchtgebiet im Havelland, das mit seinen Wiesen, Bruchwäldern und Wasserflächen eine beeindruckende Naturlandschaft bildet. Es steht in enger Verbindung zur benachbarten Döberitzer Heide und bietet seltenen Tierarten wie Kranichen und Bibern wertvollen Lebensraum. Wanderer und Naturfreunde erleben hier eine urwüchsige Landschaft abseits der bekannten Wege.
Die Gartenstadt Staaken ist eine Siedlung von Paul Schmitthenner (1914–1917), die als herausragendes Beispiel der Reformarchitektur modulare Haustypen mit roten Backstein- und Putzfassaden, Torbögen und versetzten Giebeln kombiniert. Jede der knapp 800 Wohneinheiten verfügt über einen eigenen Garten, eingebettet in enge Gassen, kleine Plätze und eine dörfliche Kirche, die zusammen ein malerisches Wohnensemble schaffen.
Die Gatower Feldflur ist eine bäuerliche Landschaft aus Agrarflächen, durchzogen von Wegen und Gehölzen. Es stellt den Übergang Gatows zum anliegenden Havelland dar.
Das KZ-Außenlager Falkensee wurde 1943 errichtet, um Zwangsarbeiter für die Rüstungsindustrie auszubeuten. Hunderte Männer aus verschiedenen Ländern Europas litten hier unter Hunger, Gewalt und schwerster Arbeit. Heute erinnert der Geschichtspark mit Überresten des Lagers und Informationstafeln an ihr Schicksal.
Der heute als Landschaftspark gestaltete Gutspark Groß Glienicke lädt zu entspannten Spaziergängen. Unter Otto von Wollank wandelte sich das ursprünglich den Ribbecks gehörende rund tausend Hektar große Rittergut ab 1890 zu einem „landwirtschaftlichen Mustergut“ mit moderner Betriebsführung, eigener Schule und Gutskindergarten. Im Herbst 1945 brannte das klassizistische Herrenhaus vollständig ab, und nur wenige Jahre später schnitt der Bau der Berliner Mauer den Park mitten in zwei politische Hälften.
Der Gülper See ist einer der wichtigsten Rastplätze für Zugvögel in Mitteleuropa. Tausende Kraniche, Singschwäne und Gänse sammeln sich hier alljährlich auf ihrer Reise in den Süden. Ein Paradies für Vogelbeobachter und alle, die die Weite der Natur genießen wollen.
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Die Havelländischen Obstanbaugebiete erstrecken sich über die sanften Hänge der Zauche und prägen seit Jahrhunderten die Kulturlandschaft. Hier wachsen saftige Äpfel, süße Kirschen und sogar Wein – mit herrlichem Blick über das Havelland. Besonders in Werder ist die Obstbau-Tradition lebendig, und die Plantagen, Märkte und Weinfeste ziehen jedes Jahr zahlreiche Besucher an.
Die autofreie Holländersiedlung in Staaken wurde 1984 direkt an der Berliner Mauer fertiggestellt und kombiniert Reihen- sowie Mehrfamilienhäuser im Stil des Potsdamer Holländischen Viertels und der Gartenstadt Staaken. Das begrünte Parkdeck mit (trockenem) Brunnen und die großzügigen Spiel- und Freiflächen machen sie besonders familienfreundlich.
Das Zisterzienserkloster Lehnin wurde 1180 von Markgraf Otto I. gegründet und ist das älteste Backsteinkloster der Mark Brandenburg. Das Kloster spielte eine Schlüsselrolle bei der Christianisierung und wirtschaftlichen Entwicklung der Mark und diente als Grablege der Askanier. Nach der Reformation wurde es aufgehoben und später im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil wiederentdeckt und restauriert. Heute ist die Anlage ein lebendiger Ort für Geschichte und Kultur.
Die Russische Kolonie Alexandrowka in Potsdam entstand 1826 als Geschenk Friedrich Wilhelms III. an die letzten russischen Chorsänger seines Garderegiments. Die zwölf im Stil russischer Blockhäuser erbauten Gehöfte erinnern an die Freundschaft zwischen Friedrich WIlhelm III und Zar Alexander. Heute gehört die idyllische Anlage mit ihren Gärten und der Alexander-Newski-Kirche zum UNESCO-Weltkulturerbe und lädt zu einem Spaziergang ein.
Die Kuhlake bietet 4–12 km lange Rundwege mit Ruheplätzen und Ausblicken, auf denen sich Rehe, Fischotter, Eisvogel und sogar Hirschkäfer beobachten lassen.. Ursprünglich gehörte sie zu einem natürlichen Moor- und Tümpelsystem, das im 18. Jahrhundert mittels Meliorationsgräben trockengelegt und verlandet wurde. Heute wird von den Berliner Wasserbetrieben mit Havelwasser eingeleitet.
Das Ländchen Glien ist eine historische Kulturlandschaft zwischen Berlin und dem Havelland, geprägt von alten Dörfern, sanften Hügeln und weitläufigen Feldern. Der Name "Ländchen" verweist auf die Zeit vor der Trockenlegung der umliegenden Sümpfe, als diese höher gelegenen Gebiete wie Inseln aus der Landschaft herausragten. Heute wird auch die sanfte Erhebung bei Fehrbellin als Teil des Ländchens Glien betrachtet – einst als "Ländchen Bellin" bekannt
Die Pritzerber Laake ist ein verstecktes Kleinod im Havelland – ein Erlenbruchwald mit urigen Baumgestalten, stillen Gewässern und einer reichen Tierwelt. Einst ein eiszeitliches Schmelzwasserbecken, ist es heute ein faszinierendes Rückzugsgebiet für Naturfreunde. Die nahegelegene Havel und der historische Ort Pritzerbe machen die Region besonders reizvoll.
Der Rangierbahnhof Wustermark in Elstal zählte im frühen 20. Jahrhundert zu den größten Deutschlands. Trotz schwerer Kriegsschäden sind seine Dimensionen bis heute ablesbar; markante Bauten wie Wasserturm, Ringlokschuppen und Stellwerke sind erhalten.
Die 1925 von Erwin Anton Gutkind entworfene Siedlung Neu-Jerusalem mit 21 funktionalen Doppelhäusern und Gärten steht exemplarisch für die Neue Sachlichkeit. Nach der 1945 erfolgten Enteignung ist sie seit 1992 denkmalgeschützt.
Tiefwerder in Spandau bietet mit den Tiefwerder Wiesen eine geschützte Auenlandschaft, die einst von Havel und Spree durchflossen wurde und heute Heimat vieler seltener Tiere und Pflanzen ist. Zur Landschaftspflege werden hier Schafe und Wasserbüffel eingesetzt, und das Gebiet ist von Kanälen durchzogen, die ihm den Namen „Klein Venedig“ verleihen.
Ein verborgenes Naturjuwel im westlichen Havelland: das Bagower Bruch ist eine faszinierende Auenlandschaft mit weiten Feuchtwiesen und urigen Bruchwäldern. Hier kann man Seeadler, Kraniche und zahlreiche seltene Amphibien beobachten. Wer Ruhe und ursprüngliche Natur sucht, findet hier einen perfekten Rückzugsort.
Die Behnitzer Seen setzen die Beetzseerinne fort und formen eine ruhige Wasserlandschaft inmitten sanfter Moränenhügel. Besonders Groß Behnitz sticht mit seiner langen Geschichte als Standort des Landguts Borsig hervor. Heute laden die Seen und die historische Umgebung dazu ein, Natur und Geschichte gleichermaßen zu entdecken.
Der Bredower Forst ist ein weitläufiges Waldgebiet mit uralten Bäumen, versteckten Lichtungen und einer faszinierenden Tierwelt. Seit über einem Jahrhundert zieht er Botaniker und Naturliebhaber an, die seine besondere Flora erforschen. Hier liegt auch der erste Naturlehrpfad Deutschlands, angelegt im Jahr 1930, der mit historischen und modernen Infotafeln über die Naturvielfalt des Waldes informiert.
Die Döberitzer Heide ist eine weite, ursprüngliche Landschaft mit sandigen Trockenrasen, Heideflächen und lichten Kiefernwäldern. Einst ein Truppenübungsplatz, ist sie heute eines der wertvollsten Naturschutzgebiete Brandenburgs. Wildpferde und Wisente streifen durch das Gelände, während seltene Vogelarten in den offenen Flächen ideale Bedingungen finden.
Die Glindower Alpen bieten eine spektakuläre Landschaft mit tiefen Schluchten, steilen Hängen und geheimnisvollen Wäldern. Über Jahrhunderte wurde hier Ton abgebaut, was die heutige bizarre Geländestruktur hinterlassen hat. Zwischen alten Loren-Schienen und versteckten Wegen lädt dieses Gebiet zu einer einzigartigen Entdeckungsreise ein.
Das Havelländische Luch ist eine faszinierende Weitenlandschaft, die einst von Sümpfen und Mooren geprägt war. Heute ist es eines der wichtigsten Schutzgebiete für die seltene Großtrappe, deren Balzspiel ein spektakulärer Anblick ist. Historische Dörfer wie Buckow, einst auf kleinen Inseln im Moor erbaut, zeugen von der langen Geschichte dieser einzigartigen Landschaft.
Das Katharinenholz ist ein stilles Waldgebiet nordwestlich von Potsdam, das einst als Parkanlage von Lenné geplant war. Heute prägen alte Eichen und Buchen, sumpfige Teiche und die Überreste eines ehemaligen Schießplatzes die Landschaft. Besonders im Frühjahr, wenn die Erdkröten zu den Düsteren Teichen wandern, entfaltet das Waldgebiet seinen ganz eigenen Zauber.
Die Ketziner Erdelöcher sind eine versteckte Wasserlandschaft nordwestlich von Ketzin, entstanden aus ehemaligen Tongruben der Ziegelindustrie. Heute bilden sie ein einzigartiges Labyrinth aus kleinen Inseln, verwachsenen Ufern und stillen Seen. Wer abseits bekannter Pfade Natur erleben möchte, kann die Erdelöcher zu Fuß oder mit dem Paddelboot erkunden.
Der Königswald ist ein ausgedehntes Waldgebiet nördlich von Potsdam. Einst ein königliches Jagdrevier, lag er später im Grenzgebiet und entwickelte dadurch eine außergewöhnlich artenreiche Flora und Fauna. Mit dem Sacrower See, der Römerschanze und dem Park von Sacrow bietet er eine einzigartige Mischung aus Natur und Kultur.
Das Marzahner Fenn ist eine weitläufige Niederung, die als eiszeitliches Gletscherbecken entstand und von sanften Hügeln umrahmt wird. Feuchtwiesen, Moore und lichte Kiefernwälder prägen die Landschaft, die vielen geschützten Arten Lebensraum bietet. Wer Stille und ursprüngliche Natur sucht, findet hier ein eindrucksvolles Zeugnis der geologischen Geschichte Brandenburgs.
Der Park Sanssouci ist die berühmteste Schloss- und Gartenanlage Potsdams und ein Meisterwerk preußischer Gartenkunst. Zwischen prachtvollen Alleen, kunstvollen Wasserspielen und beeindruckenden Bauwerken wie dem Schloss Sanssouci, dem Neuen Palais und dem Chinesischen Haus spürt man die Vision Friedrichs des Großen. Der Park ist frei zugänglich, doch für den Besuch der Schlösser und Museen wird eine Eintrittsgebühr erhoben.
Das Rhinluch ist eine ausgedehnte Moor- und Feuchtwiesenlandschaft nordwestlich von Berlin, durchzogen von Wasserläufen, Seen und Kanälen. Hier brüten Kraniche, rasten Zugvögel und gedeihen seltene Orchideen. Einst durch Torfabbau und Landwirtschaft geprägt, ist das Rhinluch heute ein einzigartiges Naturparadies mit faszinierender Flora und Fauna.
Der Rietzer See und der angrenzende Strengsee bilden ein idyllisches Naturparadies im Herzen Brandenburgs. Eingebettet in das Naturschutzgebiet Rietzer See, bieten sie seltenen Vogelarten und vielfältiger Flora einen geschützten Lebensraum. Die Verbindung durch den Emster Kanal und die historische Nutzung als Torfstichgebiet verleihen der Region eine besondere kulturelle Bedeutung.
Der Zootzen ist ein ursprüngliches Waldgebiet zwischen Friesack und Fehrbellin. Einst ragte es als Insel aus dem sumpfigen Rhinluch empor, heute ist es ein faszinierendes Wandergebiet mit einsamen Pfaden und unberührter Natur. Der Alte Rhin fließt hier noch in einem naturnahen Abschnitt und verleiht der Landschaft einen besonderen Reiz.