Gewässer · Havelland
231 Hektar Wasser — 1 Badestelle, 6 Touren am Ufer.
Wasserfläche
231ha
nach Geodaten (GIS)
Uferlinie
12km
Umfang der Fläche
Typ
See
Badestellen
1
Der Jungfernsee liegt im Norden Potsdams zwischen dem Neuen Garten, der Nauener Vorstadt, Sacrow und dem Königswald. Er bildet den nördlichen Abschluss der Potsdamer Havelseen und gehört vollständig zur Unteren Havel und ist Bundeswasserstraße.
Ursprünglich stellte der Jungfernsee einen eigenständigen Havelsee dar. Mit dem Bau des Sacrow-Paretzer Kanals in den Jahren 1874 bis 1878 wurde er zum Ausgangspunkt einer neuen Wasserstraße, die den natürlichen Havelbogen westlich von Potsdam abkürzt. Zwischen 1903 und 1905 entstand zusätzlich der Nedlitzer Durchstich zum Weißen See, wodurch Lehnitzsee, Kramnitzsee und Weißer See in den Kanal einbezogen wurden. Heute gehen diese Gewässer wasserbaulich nahezu ohne erkennbare Grenze ineinander über.
Das Westufer wird von den historischen Parkanlagen des Neuen Gartens mit Schloss Cecilienhof, der Meierei und der ehemaligen Matrosenstation Kongsnæs geprägt. Das gegenüberliegende Ostufer gehört dagegen zu den naturnahesten Uferlandschaften Potsdams. Hier schließen der Königswald und das Naturschutzgebiet „Sacrower See und Königswald“ unmittelbar an den See an. Auf einem bewaldeten Geländesporn oberhalb des Lehnitzsees liegt die Römerschanze – eine bronze- und slawenzeitliche Wallanlage, deren Name irreführend ist, da sie nie von Römern genutzt wurde.
Baden
1 Badestelle am Ufer.
Touren
Eine vollständige Umrundung des Jungfernsees ist nicht möglich. Das Westufer wird durch Parkanlagen, Villengrundstücke und den Verlauf der Havel geprägt, während der Sacrow-Paretzer Kanal den nördlichen Gewässerverlauf unterbricht.
Besonders reizvoll ist das weitgehend naturnahe Ostufer. Hier führt ein schmaler Wanderweg durch den Königswald meist unmittelbar am Wasser entlang. Zwischen Nedlitz, der Römerschanze und Sacrow wechseln sich alte Buchen- und Kiefernwälder mit kleinen Uferbuchten und freien Blicken über den Jungfernsee ab. Dieser Abschnitt zählt zu den schönsten naturnahen Uferwegen im Potsdamer Raum.
Am Westufer verläuft ein Spazierweg durch den Neuen Garten entlang des Seeufers mit Ausblicken auf Schloss Cecilienhof, die Meierei und die ehemalige Matrosenstation Kongsnæs. Beide Uferseiten lassen sich gut mit Wanderungen durch den Königswald, den Neuen Garten oder entlang der Havel verbinden; eine geschlossene Seerunde besteht jedoch nicht.
Gastronomie
5 gastronomische Einrichtungen am Ufer oder in der Nähe.
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