Havelland Touren

Wanderung im Havelland · Streckentour

66-Seen-Wanderweg Etappe 1

Vom Schloss Sanssouci bis zum Schloss Marquardt: Die erste Etappe des 66-Seen-Wanderwegs verbindet Potsdams berühmte Baukunst mit stillen Seen, Gärten und Geschichte. Eine Tour zwischen Weltkulturerbe und Naturidylle.

20,2 km 6:30 h Bahnhof Potsdam Charlottenhof → Bahnhof Marquardt
66-Seen-Wanderweg Etappe 1 20,2 km 6:30 h ab Bahnhof Potsdam Charlottenhof 50 % Wald GPX
Landschaftsprofil

Was dich unterwegs erwartet — erhoben aus den Biotop- und Geodaten der Strecke.

Biotope

Wälder50 %
Fluren26 %
Felder3 %
Orte21 %

Details in der Biotopstruktur.

Am Wasser

Mit der Bahn

Tourbericht · 20,2 km Streckentour

Die erste Etappe des 66-Seen-Wanderwegs führt von Potsdam nach Marquardt – und sie sammelt nicht nur eine ganze Reihe malerischer Seen, sondern auch zahlreiche Baukunstwerke und Sehenswürdigkeiten im nördlichen Potsdam.

Die Originalroute beginnt am 2Luisenplatz Potsdam am 3Brandenburger Tor, wir verlängern sie jedoch um etwa einen Kilometer und starten am 1Bahnhof Potsdam Charlottenhof. Wer mit der Bahn anreist und sich den kurzen Zuweg sparen möchte, kann diesen Abschnitt bequem mit der Straßenbahn zurücklegen.

Am 2Luisenplatz Potsdam laden Cafés und prächtige Bürgerhäuser zum Verweilen ein. Das 3Brandenburger Tor öffnet den Blick auf die St.-Peter-und-Paul-Kirche und den Bassinplatz – ein schöner Auftakt für diese kulturreiche Wanderung.

Über die Schopenhauerstraße erreichen wir den Osteingang des Parks Sanssouci. Im Wasser spiegelt sich die von Schinkel entworfene 5Friedenskirche Potsdam, und schon hier zeigt sich der Zauber dieser Tour: die Verbindung von Natur und Architektur.

Wir folgen der Hauptachse des Parks, die auch für Radfahrer freigegeben ist, und passieren nacheinander die Bildergalerie, das 7Schloss Sanssouci und die 8Neuen Kammern. Von dort biegen wir rechts ab und gehen an der 9Mühle Sanssouci vorbei.

Unser nächstes Ziel ist der 10Ruinenberg, der in direkter Sichtachse zum Schloss Sanssouci liegt. Im Zeitalter des Historismus war es beliebt, künstliche Ruinen zu errichten, um die Ästhetik vergangener Epochen nachzuempfinden – ein reizvoller Kontrast zur makellosen Architektur der Schlösser.

Vom 10Ruinenberg führt der Weg hinab zur Russischen Kolonie Alexandrowka, die König Friedrich Wilhelm III. aus Verbundenheit zu Zar Alexander I. errichten ließ. In den zwölf Blockhäusern lebten die letzten russischen Sänger des preußischen Garderegiments. Zur Kolonie gehört auch der Kapellenberg mit der russisch-orthodoxen Kirche, die wir später noch besuchen werden – doch zunächst wartet ein weiterer See.

Wir wandern zum Neuen Garten, wo sich hinter hohen Bäumen das Marmorpalais und das 18Schloss Cecilienhof zeigen. Dazwischen entdecken wir 13Das Holländische Etablissement – nicht zu verwechseln mit dem Holländischen Viertel – sowie das Rote Haus und das Grüne Haus. Dieses Ensemble spiegelt die architektonische Vielfalt Potsdams eindrucksvoll wider.

Über den Pfingstberg mit dem imposanten 21Belvedere auf dem Pfingstberg gelangen wir schließlich zum Kapellenberg mit der 23Alexander-Newsky Kapelle – der ersten russisch-orthodoxen Kirche Deutschlands. Im benachbarten 22Königliches Landhaus, einem unscheinbaren Holzhaus, befand sich einst eine Teestube, die König Friedrich Wilhelm III. persönlich nutzte.

Von hier führt der Weg weiter in Richtung Volkspark Potsdam, vorbei an der Biosphäre, und anschließend am Rand der Bornimer Feldflur nach Nedlitz. Der kleine Ort gehört zu Potsdam und liegt malerisch zwischen den nördlichen Feldausläufern und dem vom Sacrow-Paretzer Kanal durchzogenen Weißen See. Zwar bleibt der Kanal durch die dichte Vegetation meist verborgen, doch der abwechslungsreiche Baumbestand sorgt für einen reizvollen Wegabschnitt.

Später wird der Weg schmaler und folgt direkt dem Kanal, bis wir die zwei Brücken bei Marquardt erreichen. Über die zweite, eine Eisenbahnbrücke, überqueren wir das Wasser und gehen auf der anderen Seite weiter zum Schlänitzsee – einer breiten Ausbuchtung der Wublitz, die ihrerseits ein Nebenfluss der Havel ist.

Zum Abschluss erreichen wir das 25Schloss Marquardt, dessen verwitterte Fassade schon oft als Filmkulisse diente. Der weitläufige Park mit seinem alten Baumbestand reicht bis ans Ufer und bietet sich für eine letzte, stimmungsvolle Runde an, bevor wir an der 26Dorfkirche Marquardt vorbei zum 28Bahnhof Marquardt gelangen.

Alle Wegmarken
km 0,0 Bahnhof Bahnhof Potsdam Charlottenhof Details → Bahnhof Potsdam Charlottenhof
km 1,0 Gebäude Luisenplatz Potsdam Details → Luisenplatz Potsdam
km 1,1 Gebäude Brandenburger Tor Details → Brandenburger Tor
km 1,2 Gebäude Museumshaus "Im Güldenen Arm" Details → Museumshaus "Im Güldenen Arm"
km 1,6 Gebäude Friedenskirche Potsdam Details → Friedenskirche Potsdam
km 1,7 Gebäude Neptungrotte im Park Sanssouci Details → Neptungrotte im Park Sanssouci
km 2,2 Gebäude Schloss Sanssouci Details → Schloss Sanssouci
km 2,4 Gebäude Neue Kammern Details → Neue Kammern
km 2,4 Gebäude Mühle Sanssouci Details → Mühle Sanssouci
km 3,2 Gebäude Ruinenberg Details → Ruinenberg
km 5,0 Einkehr Restaurant Alexandrowka Details → Restaurant Alexandrowka
km 5,0 Gebäude Museum Alexandrowka Details → Museum Alexandrowka
km 5,9 Gebäude Das Holländische Etablissement Details → Das Holländische Etablissement
km 5,9 Gebäude Orangerie im Neuen Garten Details → Orangerie im Neuen Garten
km 6,6 Gebäude Das Rote Haus Details → Das Rote Haus
km 6,6 Gebäude Marmorpalais Details → Marmorpalais
km 6,9 Gebäude Das Grüne Haus Details → Das Grüne Haus
km 7,3 Gebäude Schloss Cecilienhof Details → Schloss Cecilienhof
km 7,4 Einkehr Meierei Potsdam Details → Meierei Potsdam
km 8,0 Einkehr Restaurant Kades Details → Restaurant Kades
km 8,5 Gebäude Belvedere auf dem Pfingstberg Details → Belvedere auf dem Pfingstberg
km 8,8 Gebäude Königliches Landhaus Details → Königliches Landhaus
km 8,8 Gebäude Alexander-Newsky Kapelle Details → Alexander-Newsky Kapelle
km 19,1 Badestelle Badestelle Schloss Marquardt Details → Badestelle Schloss Marquardt
km 19,2 Gebäude Schloss Marquardt Details → Schloss Marquardt
km 19,4 Gebäude Dorfkirche Marquardt Details → Dorfkirche Marquardt
km 19,5 Einkehr Zum alten Krug Details → Zum alten Krug
km 20,1 Bahnhof Bahnhof Marquardt Details → Bahnhof Marquardt
Durchquerte Regionen

3 Landschaften prägen diese Tour.

Bornimer Feldflur

Bornimer Feldflur

Die Bornimer Feldflur verbindet landwirtschaftliche Tradition mit landschaftlicher Schönheit. Ursprünglich unter Lenné und Hermann Sello geplant, prägen heute Alleen, Hecken und offene Ackerflächen das Bild dieser Kulturlandschaft. Zwischen dem Fahrlander See und dem Katharinenholz bietet sie weite Blicke und lädt …

Weitere Infos
Kolonie Alexandrowka

Kolonie Alexandrowka

Die Russische Kolonie Alexandrowka in Potsdam entstand 1826 als Geschenk Friedrich Wilhelms III. an die letzten russischen Chorsänger seines Garderegiments. Die zwölf im Stil russischer Blockhäuser erbauten Gehöfte erinnern an die Freundschaft zwischen Friedrich WIlhelm III und Zar Alexander. Heute …

Weitere Infos
Der Park Sanssouci

Der Park Sanssouci

Der Park Sanssouci ist die berühmteste Schloss- und Gartenanlage Potsdams und ein Meisterwerk preußischer Gartenkunst. Zwischen prachtvollen Alleen, kunstvollen Wasserspielen und beeindruckenden Bauwerken wie dem Schloss Sanssouci, dem Neuen Palais und dem Chinesischen Haus spürt man die Vision Friedrichs des …

Weitere Infos
Biotopstruktur Die Strecke im Detail, klassifiziert nach Biotoptypen. Aufklappen +Zuklappen −
23,8 % Laubholzforste (weitgehend naturferne Forste und aus Sukzession hervorgegangene Wälder mit nicht heimischen Holzarten) 5,4 km
17,7 % Feuchtwiesen und Feuchtweiden 4,0 km
13,5 % flächige Laubgebüsche 3,1 km
11,7 % Kerngebiet, Wohn- und Mischgebiet 2,7 km
8,9 % Moor- und Bruchwälder 2,0 km
3,8 % Verkehrsflächen 0,9 km
3,8 % ruderale Pionier-, Gras- und Staudenfluren 0,9 km
3,0 % Eichenmischwälder trockenwarmer Standorte 0,7 km
3,0 % Äcker 0,7 km
2,8 % Sonderformen der Bauflächen 0,6 km
2,6 % Industrie-, Gewerbe-, Handels- und Dienstleistungsflächen, Gemeinbedarfsflächen 0,6 km
2,2 % Parkanlagen und Friedhöfe (incl. Friedhofsbrachen) 0,5 km
1,6 % Spielplätze 0,4 km
0,8 % künstlich begründete Gras- und Staudenfluren (Ansaaten) auf Sekundärstandorten ohne wirtschaftliche Nutzung (keine Grünland- und Ackerflächen!) 0,2 km
0,4 % Nadelholzforste mit Laubholzarten (naturferne Forste) 0,1 km
0,3 % Seen 0,1 km
0,2 % Quellen und Quellfluren 0,1 km
0,1 % anthropogene Sonderflächen 0,0 km
Toursammlungen

Diese Tour ist in folgenden Sammlungen enthalten.

Wetter an der Strecke

Die nächsten acht Tage.

Mo
6. Juli
19° / 14°
18 km/h · 95 %
leichter Regen
Di
7. Juli
20° / 15°
21 km/h · 65 %
leichter Regen
Mi
8. Juli
22° / 11°
22 km/h · 0 %
bewölkt
Do
9. Juli
23° / 12°
15 km/h · 0 %
bewölkt
Fr
10. Juli
27° / 15°
10 km/h · 0 %
teils bewölkt
Sa
11. Juli
29° / 16°
11 km/h · 0 %
teils bewölkt
So
12. Juli
27° / 17°
11 km/h · 0 %
bewölkt
Mo
13. Juli
29° / 18°
11 km/h · 10 %
leichte Regenschauer
Für den Bezug der Geodaten der NSG und Gewässer, Biotopklassifikationen und weiterer Daten siehe Literatur/Quellen

Wetterdaten von Open-Meteo.com. Lizenz: CC BY 4.0.