Kirche · Berlin OT Staaken
Nennhauser Damm 72
13591 Berlin OT Staaken
Die Dorfkirche Alt-Staaken im Herzen des heutigen Berliner Ortsteils Staaken blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück: Die erste urkundliche Erwähnung Staakens stammt aus dem Jahr 1273. Dass der Ort bereits 1308 als „Pfarrdorf“ belegt ist, verweist auf eine frühe kirchliche Bedeutung.
Die heutige Kirche geht auf einen mittelalterlichen Bau zurück. Baugeschichtliche Untersuchungen datieren eine umfassende Instandsetzung in die Jahre zwischen 1436 und 1442. Die Fundamente sowie der untere Mauerbereich bestehen aus Feldsteinen, während das aufgehende Mauerwerk überwiegend aus Ziegeln errichtet und in der Barockzeit verputzt wurde.
Während der deutschen Teilung lag die Kirche unmittelbar an der Berliner Mauer. West-Staaken wurde ab 1952 von der DDR verwaltet, gehörte staatsrechtlich jedoch weiterhin zu Berlin.
Prägend für die Gemeinde war Pfarrer Johannes Theile (1892–1964), der von 1927 bis 1958 in Staaken wirkte, sich mutig für NS-Verfolgte einsetzte und zum Tode Verurteilte betreute. Seine Grabstätte wurde später auf den Kirchhof der Dorfkirche Alt-Staaken umgebettet.
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