Die Rundtour beginnt an der Bornimer Kirche und verbindet die stille Weite der Bornimer Feldflur mit Waldwegen, Gartengeschichte und überraschenden Kulturdenkmalen im Potsdamer Norden. Von der Kirche führt der Weg zunächst über die Hugstraße in Richtung Katharinenholz, wo die Bebauung rasch zurücktritt und die Straße allmählich grüner und ruhiger wird. Bald umschließt Blätterwerk den Weg, und ein schmaler Pfad leitet zu den Düsteren Teichen, die südlich des Katharinenholzes in einer Senke liegen. Zwischen feuchtem Waldboden, Buchen, Schilf und stillen Wasserflächen zeigt sich hier eine fast verborgene Seite Bornims.
Anschließend führt die Tour aus dem Wald hinaus über eine offene Wiese und weiter zum Schloss Lindstedt. Der klassizistische Bau mit seinem Säulengang, den Gartenräumen und dem Blick in die Parklandschaft bildet einen reizvollen Kontrast zur zuvor durchwanderten Waldstille. Über die Amundsenstraße geht es weiter zur Steinernen Brücke, die eine Schlucht beziehungsweise einen tiefen Graben überspannt. Ihre eindrucksvollen Pfeiler und Bögen erkennt man am besten, wenn man auf der anderen Seite ein paar Schritte zur Seite geht.
Danach wendet sich die Route wieder Bornim zu und erreicht über die Straße Am Raubfang den Karl-Foerster-Garten. Der denkmalgeschützte Garten rund um das ehemalige Wohnhaus des Staudenzüchters und Gartenschriftstellers Karl Foerster gehört zu den besonderen Orten der Potsdamer Gartenkultur. Hinter den letzten Wohnhäusern öffnet sich die Bornimer Feldflur mit schönen Alleen, Wiesen, Entwässerungsgräben und weiten Blicken. Unter alten Linden führt der Weg am Persiusturm, einem Gedenkstein für Peter Joseph Lenné und der LOFAR-Station vorbei, deren Antennen Radiowellen aus dem Weltall empfangen. Schließlich schließt sich der Kreis wieder an der Bornimer Kirche, die mit ihrer roten Backsteinarchitektur und dem spitzen dunklen Turm schon von weitem als Landmarke in der Feldflur sichtbar ist.