Havelland Touren

Wanderung im Havelland · Rundtour

Wustrau und Altfriesack

Tour ab Wustrau: erlebe den Wustrauer Rhin, die Zugbrücke Altfriesack, Fischbrötchen-Pause, Ruppiner See & barockes Zietenschloss.

7,7 km 2:30 h Start & Ziel: Zum alten Zieten
Wustrau und Altfriesack 7,7 km 2:30 h ab Zum alten Zieten 34 % Wald GPX
Landschaftsprofil

Was dich unterwegs erwartet — erhoben aus den Biotop- und Geodaten der Strecke.

Biotope

Wälder34 %
Fluren43 %
Felder0 %
Orte20 %

Details in der Biotopstruktur.

Am Wasser

Mit der Bahn

Tourbericht · 7,7 km Rundtour

Unsere Wanderung führt uns in die stille, weite Landschaft südlich des Ruppiner Sees, der vom Rhin durchzogen wird und sich wie ein silbriges Band durch das flache Land schlängelt. Ausgangspunkt ist das traditionsreiche Restaurant „Zum Alten Zieten“ in Wustrau, einem Ort, der auf Schritt und Tritt von Geschichte durchdrungen ist. Hans Joachim von Zieten, der berühmte Kavalleriegeneral und Vertraute Friedrichs des Großen, stammt aus einfachen Verhältnissen – und doch ließ er sich hier einen repräsentativen Landsitz errichten. Mit dieser Wanderung verbinden wir Natur, Historie und Kulinarik auf schönste Weise.

Wir verlassen den Ort auf der Flatower Straße und stoßen bald auf den Wustrauer Rhin, dem wir auf einem Feldweg folgen. Links das Wasser, rechts Felder, und schon bald zweigt der Weg vom Kanal ab und führt uns durch eine ruhige, offene Landschaft. Wir nähern uns dem Bützsee, dessen Lage wir eher erahnen als sehen, während sich der Weg durch eine Gruppe ehrwürdiger alter Bäume zieht. Danach geht es über den Triftweg bis nach Altfriesack. Dort überqueren wir die Zugbrücke – ein technisches Schmuckstück – und erreichen die Fischerei Pfefferkorn am Karpfenteich, wo es das wohlverdiente Fischbrötchen gibt. Gestärkt treten wir den Rückweg an, folgen der Straße bis zur L164 und biegen am Waldrand rechts in den nächsten Pfad.

Der schattige Waldweg bringt uns direkt an das Südufer des Ruppiner Sees. Hier öffnet sich eine Badestelle mit Blick auf Wustrau – wir sehen die Kirche, das Schloss und die sanften Wellen am Ufer. In unmittelbarer Nähe zur Badestelle entdecken wir den Obelisken von 1791, der an den Bau des Ruppiner Kanals erinnert. An Ferienhäusern vorbei gelangen wir zurück zur L164, folgen ihr ein kurzes Stück und tauchen dann erneut in den Ortsrand von Wustrau ein. Bald erreichen wir den Yachthafen mit seinem neugestalteten Vorplatz. Ein Denkmal - geschaffen von demselben Künstler wie die Rathenower Schleusenspucker - erinnert an die Seeschlachten, die hier auf dem See als Spektakel inszeniert wurden.

Wenige Schritte weiter stehen wir vor dem Zietenschloss, errichtet zwischen 1747 und 1750 auf dem früheren Familiengrundstück – ein Zeichen von Zietens Aufstieg und bleibender Wirkung. Heute ist das Schloss Sitz der Deutschen Richterakademie und dient als Bildungsstätte. Wir spazieren am umzäunten Gelände entlang zur Straße Hohes Ende, passieren das Heimatmuseum und entdecken das Café Constanze, das in einem ehemaligen Theatersaal untergebracht ist. An warmen Tagen bietet sich jedoch erst noch ein Abstecher zur Badestelle an, die sich direkt gegenüber vom Café befindet. Auf dem Weg dorthin sehen wir in einem Privatgarten einen riesigen Mammutbaum.

Zum Abschluss besuchen wir die Dorfkirche mit dem alten Friedhof, wo unter der knorrigen, 500 Jahre alten Friedhofslinde das Grab von General Zieten liegt. Wer seine Kenntnisse über Brandenburgs Geschichte vertiefen möchte, sollte einen Besuch im Brandenburg-Preußen-Museum einplanen, das nur wenige Schritte entfernt liegt. Die Runde endet, wie sie begann – mit einem Blick in die Vergangenheit und einem Spaziergang durch die Stille der märkischen Landschaft. Eine Tour, die nicht nur bewegt, sondern auch verbindet: Mensch und Natur, Historie und Gegenwart, Wanderer und Geschichten.

Alle Wegmarken
km 0,0 Einkehr Zum alten Zieten Details → Zum alten Zieten
km 3,3 Gebäude Zugbrücke Altfriesack Details → Zugbrücke Altfriesack
km 3,5 Bahnhof Bahnhof Wustrau-Radensleben Details → Bahnhof Wustrau-Radensleben
km 3,7 Einkehr Fischerei Pfefferkorn Details → Fischerei Pfefferkorn
km 5,3 Badestelle Badestelle Wustrau-Altfriesack (Ruppiner Kanal) Details → Badestelle Wustrau-Altfriesack (Ruppiner Kanal)
km 5,5 Gebäude Obelisk Wustrau Details → Obelisk Wustrau
km 6,4 Knotenpunkt 25
km 6,7 Gebäude Zietenschloss Details → Zietenschloss
km 7,0 Einkehr Cafe Constanze Details → Cafe Constanze
km 7,1 Badestelle Badestelle am Zietenschloss Details → Badestelle am Zietenschloss
km 7,2 Baumdenkmal Mammutbaum Wustrau Details → Mammutbaum Wustrau
km 7,4 Gebäude Heimatmuseum Wustrau Details → Heimatmuseum Wustrau
km 7,5 Baumdenkmal Friedhofslinde Wustrau Details → Friedhofslinde Wustrau
km 7,5 Gebäude Dorfkirche Wustrau Details → Dorfkirche Wustrau
km 7,6 Gebäude Zieten-Denkmal Details → Zieten-Denkmal
km 7,6 Gebäude Brandenburg-Preußen Museum Details → Brandenburg-Preußen Museum
Durchquerte Regionen

1 Landschaft prägen diese Tour.

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Das Rhinluch ist eine ausgedehnte Moor- und Feuchtwiesenlandschaft nordwestlich von Berlin, durchzogen von Wasserläufen, Seen und Kanälen. Hier brüten Kraniche, rasten Zugvögel und gedeihen seltene Orchideen. Einst durch Torfabbau und Landwirtschaft geprägt, ist das Rhinluch heute ein einzigartiges Naturparadies mit …

Weitere Infos
Biotopstruktur Die Strecke im Detail, klassifiziert nach Biotoptypen. Aufklappen +Zuklappen −
17,4 % Kerngebiet, Wohn- und Mischgebiet 1,4 km
16,8 % Feuchtwiesen und Feuchtweiden 1,3 km
14,2 % ruderale Pionier-, Gras- und Staudenfluren 1,1 km
12,3 % Laubholzforste (weitgehend naturferne Forste und aus Sukzession hervorgegangene Wälder mit nicht heimischen Holzarten) 1,0 km
11,2 % Nadelholzforste mit Laubholzarten (naturferne Forste) 0,9 km
7,9 % Parkanlagen und Friedhöfe (incl. Friedhofsbrachen) 0,6 km
6,2 % flächige Laubgebüsche 0,5 km
4,3 % Laubholzforste mit Nadelholzarten (naturferne Forste) 0,3 km
4,1 % Spielplätze 0,3 km
1,7 % Seen 0,1 km
0,9 % Verkehrsflächen 0,1 km
0,9 % Quellen und Quellfluren 0,1 km
0,8 % Industrie-, Gewerbe-, Handels- und Dienstleistungsflächen, Gemeinbedarfsflächen 0,1 km
0,8 % Sonderformen der Bauflächen 0,1 km
0,3 % anthropogene Sonderflächen 0,0 km
0,1 % Nadelholzforste (weitgehend naturferne Forste) 0,0 km
Toursammlungen

Diese Tour ist in folgenden Sammlungen enthalten.

Wetter an der Strecke

Die nächsten acht Tage.

Mi
15. Juli
25° / 14°
13 km/h · 35 %
leichte Regenschauer
Do
16. Juli
28° / 15°
9 km/h · 30 %
bewölkt
Fr
17. Juli
28° / 17°
21 km/h · 75 %
Gewitter
Sa
18. Juli
22° / 15°
22 km/h · 65 %
leichte Regenschauer
So
19. Juli
20° / 14°
17 km/h · 35 %
leichte Regenschauer
Mo
20. Juli
21° / 12°
14 km/h · 35 %
bewölkt
Di
21. Juli
23° / 11°
13 km/h · 20 %
bewölkt
Mi
22. Juli
18° / 12°
16 km/h · 35 %
mäßiger Nieselregen
Für den Bezug der Geodaten der NSG und Gewässer, Biotopklassifikationen und weiterer Daten siehe Literatur/Quellen

Wetterdaten von Open-Meteo.com. Lizenz: CC BY 4.0.