Haus
Das Landes- und Hauptgestüt Neustadt (Dosse) wurde 1788 von König Friedrich Wilhelm II. gegründet, initiiert durch seinen Reisestallmeister Carl Heinrich August Graf von Lindenau, um eine eigenständige Pferdezucht für Kavallerie und Landwirtschaft zu etablieren und somit teure Importe zu vermeiden.
Zunächst als Landgestüt errichtet, diente es der staatlichen Versorgung mit Zuchthengsten, die anderen Gestüten zur Verfügung gestellt wurden. Kurz darauf entstand das Hauptgestüt, in dem Stuten gepflegt, Fohlen gezogen und Pferdenachwuchs gezüchtet wurde.
Die Gebäude des Landesgestüts stammen größtenteils aus den frühen Jahren nach 1788, während die historischen Stall- und Wohnanlagen im Hauptgestüt ebenfalls aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert datieren.
Mit dem Aufkommen des Automobils sank der militärische Bedarf an Pferden, wodurch das Gestüt an offizieller strategischer Bedeutung verlor.
Während der DDR-Zeit wurde das Gestüt weitergeführt, das Brandenburger Warmblut als separate Zuchtlinie etabliert und Exportpferde für den internationalen Markt gezüchtet – vor allem über das Hengstdepot im Landgestüt.
Nach der politischen Wende 1990 übernahm das Land Brandenburg das Gestüt. 2001 wurde es als Stiftung des öffentlichen Rechts neu organisiert. Heute konzentriert sich die Anlage auf:
Reiter haben auch die Möglichkeit, im Schloss Spiegelberg zu übernachten, das direkt ans Gestütgelände angrenzt und als Internat genutzt wird.
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